Die Photoshop-Filter Teil 10


Vom Bereich der sonstigen Filter, über die Videofilter bis hin zum Digimarc-Filter
Erstellen Sie Ihre eigenen Filtereffekte, führen Sie schnelle Farbkorrekturen in Ihren Bildern durch oder erlernen Sie den Umgang der beliebten Offset-Technik. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Bilder digital signieren und so mit Copyright-Informationen ausstatten können.
Im zehnten Teil des Artikels wollen wir den Bereich der sonstigen Filter näher beleuchten, den Digimarc-Filter zum digitalen Signieren von Grafiken vorstellen und die Eigenschaften der Videofilter erläutern. Im Untermenü „Videofilter“ („Video“) befinden sich die zwei Filter De-Interlace und NTSC-Farben.

Durch die Anwendung des Filters De-Interlace werden entweder die geraden oder ungeraden Interlace-Zeilen in einem Videobild entfernt.
Der Filter NTSC-Farben („NTSC Colors“) beschränkt die Farbbereich auf die für die Fernsehproduktion geeigneten Farben. Somit können keine übersättigten Farben über Fernsehzeilen „auslaufen“.

Während Sie die Videofilter vermutlich seltener gebrauchen werden, verbergen sich im Untermenü „sonstige Filter“ („Other“) einige interessante Effekte. Hier können Sie eigene Filtereffekte erstellen, schnell Farbkorrekturen vornehmen oder ein Bild mit einer speziellen Technik verschieben.

Der Filter Dunkle Bereiche vergrößern („Minimum“) ist hauptsächlich zum Ändern von Masken nützlich. Schwarze Bereiche werden ausgedehnt und weiße Bereiche verkleinert. Der Filter ersetzt dabei innerhalb eines angegebenen Radius den Helligkeitswert des aktuellen Pixels durch den niedrigsten Helligkeitswert der umliegenden Pixel.
Unter dem Eintrag Eigener Filter („Custom“) können Sie selber kreativ werden und einen eigenen Filtereffekt erstellen. Durch die Angabe von Zahlenwerten beeinflussen Sie die Helligkeitswerte jedes Pixels im Bild an Hand einer vordefinierten mathematischen Operation, der so genannten Faltung. Jedem Pixel wird dabei ein neuer Wert zugewiesen, der auf den Werten der umliegenden Pixel basiert. Die von Ihnen erstellten Filter können Sie speichern und somit auch auf andere Bilder anwenden. Tragen Sie zunächst im mittleren Textfeld einen Wert zwischen -999 und +999 ein. Die angegebene Zahl entspricht dem Wert, mit dem Sie den Helligkeitswert des Pixels multiplizieren möchten. Wählen Sie nun ein unmittelbar angrenzendes Textfeld aus, je nachdem in welche Richtung Sie die Helligkeitswerte für die Pixel weiter beeinflussen möchten. Geben Sie nun auch für dieses Feld einen Zahlenwert an, mit dem Sie den Helligkeitswert für den Pixel multiplizieren wollen. Wiederholen Sie dieses Vorgehen bis Sie den gewünschten Effekt erzielt haben. Unter „Skalierung“ („Scale“) definieren Sie einen Betrag, durch den die Summe aller Helligkeitswerte der Pixel dividiert wird. Unter „Verschiebung“ („Offset“) können Sie einen Wert zum Ergebnis der Skalierungsberechnung addieren.
Helle Bereiche vergrößern („Maximum“) entspricht dem Pendant zum Filter „Dunkle Bereiche vergrößern“ und ist somit ebenso
vornehmlich zum Ändern von Masken nützlich. Entgegen dem Filter „Dunkle Bereiche vergrößern“ dehnt der Filter weiße Bereiche aus und verkleinert schwarze Bereiche. Der Filter ersetzt dabei innerhalb eines angegebenen Radius den Helligkeitswert des aktuellen Pixels durch den höchsten Helligkeitswert der umgebenden Pixel.
Der Filter Hochpass („High Pass“) entfernt Details im Bild, die von niedrigeren Wert sind, und hat die entgegen gesetzte Wirkung des Filters „Gaußscher Weichzeichner“. Der Filter eignet sich um beispielsweise Strichgrafiken oder große schwarz-weiße Flächen aus gescannten Bildern zu extrahieren.
Der Verschiebungseffekt („Offset“) verschiebt ein Bild um den angegebenen Wert an Pixel horizontal wie auch vertikal. Der entstehende leere Bereich kann wahlweise mit der Hintergrundfarbe, den wiederholten Bildkantenpixel oder den anderen Teilen des Bildes gefüllt werden.

Mit dem Digimarc-Filter können Sie Ihre Bilder digital signieren. Die Signierung tritt in Form von kleinen Störungen im Bild auf, die vom menschlichen Auge jedoch nicht gesehen werden können. Mit der Technik lassen sich ganz einfach Copyright-Informationen unbemerkt in ein Bild integrieren, was vor allem für den kommerziellen Bereich von Interesse sein dürfte. Durch die digitale Signierung erhalten andere Anwender umfangreiche Kontaktinformationen über den Urheber. Die Signierung bleibt bei gängigen Bildbearbeitungen erhalten und ist selbst nach dem Drucken und erneuten Einscannen des Bildes in der Regel noch erkennbar.

Erfahren Sie im nächsten Teil unserer Serie, wie Profis Bildobjekte mit dem „Extrahieren“-Befehl in wenigen Minuten freistellen.