Die Photoshop-Filter Teil 7


Die Stilisierungs- und Strukturierungsfilter im Überblick
Verleihen Sie Ihren Bildern einen handgemalten oder impressionistischen Effekt, erstellen Sie die Illusion räumlicher Tiefe oder Substanz oder geben Sie Ihren Bildern ein organisches Aussehen.
Durch das gezielte Versetzen von Pixeln und Vergrößern von Kontrasten können Sie mit den Stilisierungsfiltern einen handgemalten oder impressionistischen Effekt in Ihren Bildern erzielen. Demgegenüber können Sie mit den zahlreichen Strukturierungsfiltern Ihren Bildern eine räumliche Tiefe oder ein organisches Aussehen verleihen.

Links sehen Sie unsere Ausgangsgrafik, auf die wir im Folgenden die neun verschiedenen Stilisierungs- und sechs unterschiedlichen Strukturierungsfilter anwenden wollen.

Alle Stilisierungsfilter finden Sie im Filtermenü im Bereich „Stilisierungsfilter“ („Stylize“).

Der Filter Extrudieren („Extrude“) verleiht dem Bild einen 3D-Effekt in Form von quadratischen Blöcken bzw. Pyramiden (vier dreieckigen Seiten, die zusammenlaufen). Mit der Option „Geschlossene Oberfläche“(„Solid Front Mask“) können Sie die Vorderseite eines Quaders wahlweise mit dem Bild (siehe Beispielgrafik) oder dem mittleren Farbwert des Quaderbereiches füllen.
Der Kacheleffekt („Tiles“) teilt ein Bild in teils versetzten Kacheln auf. Der Bereich zwischen den Kacheln wird wahlweise mit der Vorder- oder Hintergrundfarbe, der inversen Version des Bildes oder einer unveränderten Version der Ursprungsgrafik aufgefüllt.
Der Filter Konturen finden („Find Edges“) ermittelt Bildbereiche mit wichtigen Übergängen und hebt die Kanten des Bildes hervor. Alle Kanten werden mit dunklen Linien gegen einen weißen Hintergrund nachgezeichnet.
Durch den Filter Konturwerte finden („Trace Contour“) werden die Kanten der wichtigsten Helligkeitsbereiche ermittelt und ebenso die Konturen wie beim Filter „Konturen finden“ mit dunklen feinen Linien gegen einen weißen Hintergrund nachgezeichnet.
Der Korneffekt („Diffuse“) verschiebt unter der Option „Normal“ die Pixel nach dem Zufallsprinzip und ignoriert dabei Farbwerte. Die Option „Nur abdunkeln“ („Darken only“) ersetzt helle Pixel durch dunkle und „Nur aufhellen“ („Lighten only“) dunkle Pixel durch helle. Unter „Anisotrop“ („Anisotropic“) verlagert der Filter die Pixel in die Richtung der geringsten Farbänderung.
Leuchtende Konturen („Glowing Edges“) ermittelt die Kanten des Bildes und weist ihnen einen leuchtenden, neonartigen Schein zu.
Der Filter Relief („Emboss“) lässt ein Bild reliefartig erscheinen, indem die Füllfarbe in Grau umgewandelt wird und die Kanten mit der Originalfarbe nachgezeichnet werden. Um die Farbe und Details im Bild zu erhalten, empfiehlt es sich den Befehl „Verblassen“ („Fade“) nach Anwendung des Filters zu verwenden.
Solarisation („Solarize“) vermischt lediglich ein Bildnegativ mit einem Bildpositiv.
Der Windeffekt („Wind“) erstellt winzige horizontale Linien im Bild. Mit dieser Methode können Sie Wind, Sturm („Blast“) oder gar einen Orkan („Stagger“) simulieren. Der Sturmeffekt besitzt gegenüber dem Windeffekt stärkere Auswirkungen. Der Orkaneffekt versetzt die Windlinien zusätzlich im Bild.

Die Strukturierungsfilter können Bilder die Illusion einer Tiefe oder Substanz oder ein organisches Aussehen verleihen. Die Strukturierungsfilter finden Sie im Untermenü „Strukturierungsfilter“ („Texture“).

Buntglas-Mosaik („Mosaic Tiles“) stellt das Bild als aneinander grenzende Zellen mit Struktur dar.
Der Filter Kacheln („Stained Glass“) lässt das Bild aussehen, als würde dies aus kleinen Splittern oder Kacheln bestehen. Zwischen den einzelnen Kacheln erzeugt der Filter Fugen in der definierten Vordergrundfarbe.
Körnung („Grain“) fügt dem Bild durch verschiedene Körnungsarten Struktur hinzu, die Sie über ein Drop-Down-Menü bestimmen.
Der Filter Mit Struktur versehen („Texturizer“) wendet eine von Ihnen ausgewählte Struktur (Textur) auf Ihr Bild an. Unter „Struktur laden“(„Load Textur“) können Sie eine selbst erstellte Photoshop-Datei als Struktur verwenden. Über die Schieberegler „Skalierung“ („Scaling“) und Relief variieren Sie Größe und Tiefe der Struktur. Zuletzt bestimmen Sie unter „Lichtposition“ („Light Direction“) die Richtung des Lichteinfalles auf das Bild.
Mit Patchwork können Sie Ihr Bild in kleine Quadrate aufbrechen. Die Quadrattiefe wird nach dem Zufallsprinzip erhöht und vertieft um ein Spiel zwischen Licht und Schatten zu erzeugen. Die Quadrate selbst sind mit der vorwiegenden Farbe des Quadratbereiches gefüllt.
Risse („Craquelure“) simuliert ein Bild auf einer grob verputzten Oberfläche mit vielen kleinen feinen Rissen, die die Bildkonturen hervorheben.

Photoshop stellt Ihnen eine Vielzahl von Schemata zum Verzerren von Bildern bereit. Der achte Teil wird sich in der gewohnten Vorgehensweise ausgiebig mit diesen Verzerrungsfiltern auseinandersetzen.