Die Photoshop-Filter Teil 4


Die verschiedenen Renderingfilter im Überblick
Betreten Sie mit uns die dritte Dimension. Lernen Sie tolle Beleuchtungseffekte kennen und sehen Sie, was die Photoshop-Filter im Bereich Rendering sonst noch für Sie bereithalten.
Im Bereich der Renderingfilter befinden sich einige der beliebtesten Filter von Photoshop. Mit Hilfe dieser Filter erhalten Sie spielend leicht 3D-Formen, simulierte Lichtreflexionen, Beleuchtungseffekte oder Wolken. Der zuletzt genannte Filter dient  häufig als Grundlage zur Erstellung von Texturen.



Sie kennen sicherlich inzwischen unsere Vorgehensweise. Auf der linken Seite finden Sie unsere Ausgangsgrafik, mit der im Folgenden die Auswirkungen aller hier vorgestellten Filter aufgezeigt werden. Lassen Sie uns direkt mit den Erläuterungen zu den einzelnen Filtern beginnen.
Der Filter 3D-Transformieren („3D Transform“) ist die Grundlage für dreidimensionale Effekte. Mit ihm können Sie ein flaches zweidimensionales Bild so bearbeiten, als würde es sich um ein dreidimensionales Objekt handeln. Der Filterdialog bietet sehr viele Einstellungen, die weitere Erläuterungen benötigen. Mit dem Quader-Werkzeug wird das Bild auf einer Quaderoberfläche abgebildet. Mit dem Kugel-Werkzeug bilden Sie entsprechend Ihr Ausgangsbild auf einer Kugel ab. Das Zylinder-Werkzeug kann mit einigen weiteren Arbeitsschritten Ihre Grafik auf eine Flasche oder einer Dose projizieren.

 
Der Filter-Dialog 3D-Transformieren:
 

Wählen Sie eines der Werkzeuge und gehen Sie mit der Maus in das Vorschaufenster. Durch Festhalten und Ziehen der linken Maustaste erstellen Sie nun das ausgewählte Grundobjekt.  Mit dem Auswahl-Werkzeug (oben links) können Sie Ihr Grundobjekt umpositionieren. Mit dem Direkt-Auswahl-Werkzeug rechts daneben können Sie wie bei Vektorgrafiken einzelne Ankerpunkte verschieben. Wenn Sie sich für einen Zylinder als Grundobjekt entschieden haben, können Sie weitere Ankerpunkte zum Objekt hinzufügen und diese dann umpositionieren. So erhalten Sie mit etwas Arbeit die bereits angedeutete Flaschen- oder Dosenform. Zum Löschen eines Grundobjektes wählen Sie dieses mit dem Auswahlwerkzeug aus und drücken die Rücktaste. Durch Anklicken der Symbole in der vorletzten Zeile der Werkzeugleiste erreichen Sie das Trackball-Werkzeug (links) und das Kamera-schwenken-Werkzeug (rechts). Im Feld Kamera können Sie den Blickwinkel (Field of View) einen Wert zwischen 1 und 130 zuweisen. Unter „Dolly“ haben Sie die Möglichkeit durch Ziehen des Schiebereglers nach links das transformierte Objekt zu vergrößern bzw. durch Ziehen nach rechts zu verkleinern. Über die Schaltfläche „Optionen“ erhalten Sie Einflussmöglichkeiten auf die Auflösung und Glättung ihres Grundobjektes. Während die Auflösung die Qualität des gerenderten Bildes beeinflusst, wirkt sich die Option Glätten („Anti-Aliasing“) auf die Glättungsstufe aus. Durch Setzen des Hakens unter „Hintergrund anzeigen“ („Display Background“) bleiben Teile des Orginalbildes außerhalb des Drahtmodels erhalten.



Beleuchtungseffekte („Lightning Effects“) ist die Grundlage unzähliger Lichteffekte auf RGB-Bildern. Es stehen Ihnen 17 Lichtstile mit 3 Lichtarten und je 4 Lichteigenschaften zur Verfügung. Zudem können Sie eigene Stile anlegen, bestehende editieren und löschen.
Blendenflecke („Lens Flare“) entstehen in der Realität, wenn sehr helles Licht (beispielsweise von der Sonne oder einem Flutlicht) direkt in das Kameraobjektiv fällt. Wählen Sie neben der Intensität und den drei unterschiedlichen Typen den Mittelpunkt der Lichtbrechung. Hierfür ziehen Sie das Kreuz in der Vorschaugrafik an die gewünschte Position.
Der Filter Differenzwolken („Difference Clouds“) erzeugt per Zufall Farbwerte, die zwischen der definierten Vorder- und Hintergrundfarbe variieren und somit ein Wolkenmuster erzeugen. Wie bei der Füllmethode „Differenz“ mischt der Filter auf die gleiche Weise die Wolken mit dem vorhandenen Bild. Nach dem ersten Anwenden werden Teile des Bildes in ein Wolkenmuster invertiert (siehe Bild). Nach mehrfacher Anwendung entsteht eine Marmor ähnliche Textur.
Wolken („Clouds“) erzeugt, wie der Filter Differenzwolken, Farbwerte, die zwischen der Vorder- und Hintergrundfarbe variieren. Wenn Sie ein stärkeres Wolkenmuster wünschen, drücken Sie bei der Auswahl des Filters die Alt-Taste.

Der fünfte Teil unserer Serie beschäftigt sich mit den wichtigen Weich- und Scharfzeichnungsfiltern. Lesen Sie mehr über das Aufbessern von Fotos durch Hervorheben von Konturen oder Vertuschen von Bildstörungen.