Farbverläufe


Über das Wie und Warum von Farbverläufen
Wirkt Ihr Design zu einfarbig? Ergänzen Sie Ihre Weblayouts gezielt durch Farbverläufe. Erlernen Sie die verschiedenen Vorgehensweisen zum Erstellen von Farbverläufen.
In einem Hintergrund, in Balken oder Linien können Sie mit Hilfe eines einfachen Farbverlaufs für mehr Abwechslung und somit auch für ein aufregenderes Gesamtbild sorgen. Die Einsatzgebiete sind vielfältig. Verwenden Sie beispielsweise Schattierungen in Ihrem Design, so lässt sich die Glaubwürdigkeit eines dreidimensionalen Bildes mit Hilfe eines passenden Verlaufs gezielt verstärken. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann lassen Sie uns loslegen. In der Tool Bar finden Sie im oberen Bereich auf der rechten Seite das Werkzeug „Gradient Tool“:

 

Ohne weitere Einstellungen zu tätigen können Sie direkt einen Verlauf einzeichnen. Öffnen Sie hierfür ein neues Projekt und setzen Sie das Werkzeug links oben an. Drücken Sie die linke Maustaste und halten Sie diese gedrückt. Bewegen Sie nun die Maus zum rechten unteren Rand. Lassen Sie nun die Taste los. Photoshop zeichnet für Sie einen Verlauf, der von der eingestellten Vordergrundfarbe (links oben) in die Hintergrundfarbe (rechts unten) übergeht. Der Abstand zwischen dem Drücken und Loslassen der Maustaste bestimmt die Verlaufsbreite, d.h. je kleiner der Abstand, umso härter ist der Übergang zwischen den Farbwerten des Verlaufs.
Beim Auswählen des Werkzeuges „Gradient Tool“ stehen Ihnen in der Options Bar eine Reihe von Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung:

 

Dabei interessieren wir uns zunächst für den linken Bereich der Options Bar. Über die Auswahlbuttons (rechts im Bild) bestimmen Sie die Verlaufsform. Im Allgemeinen werden wir jedoch lediglich den voreingestellten gradlinigen Verlauf benötigt. Durch einen Mausklick auf die Verlaufsvorschau weiter links erreichen wir ein weiteres wichtiges Menü:

 

Im linken oberen Bereich können Sie zwischen einigen vorgefertigten Verläufen wählen. Klicken Sie hierfür auf den gewünschten Verlauf. In der unteren Hälfte des Fensters befindet sich ein horizontaler Balken. Hier sollten Sie nun eine detaillierte Vorschau erhalten. Wollen Sie keine weiteren Veränderungen vornehmen, so bestätigen Sie Ihre Auswahl durch das Betätigen der Schaltfläche „OK“.
Wenn Sie einen Verlauf nachbearbeiten wollen, müssen wir uns den besagten horizontalen Balken genauer ansehen. Oberhalb und unterhalb des Balkens befinden sich kleine Pfeile. Klicken Sie auf einen Pfeil unterhalb des Balkens um einen Farbwert zu verändern. Sobald Sie einen Pfeil ausgewählt haben, stehen Ihnen zwei der zuvor eingegrauten Felder unterhalb des Balkens zur Verfügung. Wählen Sie im linken Feld einen Farbwert. Sollte der gewünschte Farbwert bereits im Verlauf enthalten sein, so können Sie ebenso über den Vorschaubalken durch einen Linksklick an der entsprechenden Position die Farbe auswählen. Das rechte Feld bestimmt die Position der Farbe im Verlauf. Der Wert muss dabei zwischen 0 und 100 liegen. Die Position der Farbe können Sie ebenso verändern, indem Sie den dazugehörigen Pfeil per Drag & Drop im Vorschaubalken verschieben. Wenn Sie einen Farbwert vom Verlauf entfernen möchten, betätigen Sie die Schaltfläche “Delete“.

 

Zum Anlegen einer neuen Farbe klicken Sie an gewünschter Position unterhalb des Vorschaubalkens. Ein neuer Pfeil mit dem zuvor verwendeten Farbwert erscheint. Zwischen zwei Pfeilen befindet sich stets eine kleine Raute. Verschieben Sie die Raute wiederum per Drag & Drop um die Dominanz einer Farbe gegenüber der jeweiligen zweiten Farbe zu definieren.
Mit Hilfe der Pfeile oberhalb unseres Vorschaubalkens können Sie die Transparenz beeinflussen. Alle Einstellungen, das Anlegen und das Löschen neuer Pfeile verläuft analog. Statt eines Farbwertes definieren Sie nun einen Transparenzgrad in Prozent.
Zum Hinzufügen eines Verlaufs zu den vorgefertigten Verläufen, geben Sie Ihrem Verlauf einen Namen und klicken anschließend auf „New“:

 

Wenn Sie transparente Übergänge in Ihrem Verlauf verwenden, diese aber scheinbar ignoriert werden, dann liegt dies an einem fehlenden Haken in der Options Bar unter „Transparency“.

Natürlich will man nicht jedes Mal ein gesamtes Bild mit einem Verlauf versehen. Hierfür reicht jedoch bereits das Anlegen eines Auswahlrahmens aus. Das Definieren eines neuen Verlaufs im Auswahlrahmen sollte sich im Folgenden auch auf diesen beschränken. Ein Auswahlrahmen kann auf verschiedene Weisen erzeugt werden. Genauere Informationen zur Erzeugung von Auswahlrahmen bekommen Sie in einem separaten Artikel. Es geht in den meisten Fällen auch ohne Auswahlrahmen. Betätigen Sie die rechte Maustaste im Ebenenfenster. Klicken Sie auf „Blending Options“:

 

Wählen Sie im neuen Fenster den Menüeintrag „Gradient Overlay“ aus:

 

Über die Vorschaugrafik gelangen Sie erneut zum bereits bekannten Verlaufs-Editor. Alle weiteren Optionen kennen Sie ebenfalls bereits aus der Options Bar. Über die Schaltfläche „OK“ können Sie unter Anwendung der definierten Eigenschaften das Fenster wieder schließen.