Trend zum Native Advertising immer stärker


Um die Möglichkeiten des Internets zu nutzen, setzen immer mehr Werbetreibende auf Native Advertising. Empfänger können diese Botschaften kommentieren oder mit Freunden teilen und so selbst verbreiten.
Wer im Internet surft, hat sich längst daran gewöhnt, auf den meisten Seiten auch Werbung zu finden. Mit Hilfe von Bannern, Pop-ups oder einigen anderen Formen wollen Betreiber dieser Seiten ihre Angebote finanzieren. Gleichzeitig nehmen sie jedoch in Kauf, dass die Werbung das ansonsten gut durchdachte Layout stört – schließlich hat man selbst keinen Einfluss darauf, ob eingebundene Banner sehr bunt sind oder sogar Animationen enthalten.
Neben dem Design wirkt sich die starke Verbreitung von Werbung auch auf deren Wirksamkeit aus. Der Technikblog Mashable belegt das anhand von Zahlen für Bannerwerbung. Im Jahr 2000 klickten im Schnitt rund neun Prozent aller Nutzer auf ein Banner, das in eine Seite eingebunden war. Innerhalb von zwölf Jahren ist dieser Wert auf nur noch 0,2 Prozent zurückgegangen – Bannerwerbung ist also nicht mehr besonders effektiv.

Für Werbetreibende lohnt es sich also kaum, Banner mit immer neuen Effekten zu versehen. Stattdessen müssen neue Alternativen gefunden werden. Eine Möglichkeit ist Native Advertising, also die Einbindung der Werbebotschaften in genau die Umgebung, an die die Empfänger sich bereits gewöhnt haben. Besonders soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook spielen dabei eine sehr große Rolle, wie die zunehmende Zahl von "Promoted Tweets" oder "Sponsored Posts" auf diesen Seiten zeigt.

Ein Beispiel für die Verschmelzung mit Content Marketing

Andere Webseiten haben den Trend zur Einbettung der Inhalte ebenfalls erkannt. So bietet "Forbes" seinen Werbekunden die gleichen Möglichkeiten zur Veröffentlichung von Inhalten, wie sie auch von der Redaktion genutzt werden. Der Teaser für solche Artikel ist dann zum Beispiel auf der Startseite zu finden, auch in der Liste der am häufigsten gelesenen Artikel können diese Beiträge auftauchen.

Auf diese Weise verschmelzen im Online-Bereich des Wirtschaftsmagazins Content Marketing und Native Advertising. Ziel des Content Marketings ist es, Beiträge mit einem hohen Unterhaltungs- oder Nutzwert zu erstellen, die anschließend von den Lesern selbst im Netz verbreitet werden. Native Advertising soll diese Verbreitung unterstützen, indem etwa in sozialen Netzwerken mit passenden Bildern oder Grafiken auf die Inhalte hingewiesen wird.

Interaktivität ist möglich

Insgesamt ist Native Advertising also eine Werbeform, die die Möglichkeiten des Internets deutlich besser ausnutzt als bislang genutzte Formate. Native Advertising will erreichen, dass Nutzer auf den "Gefällt mir"-Button eines Posts klicken, diesen mit Freunden teilen oder einen Kommentar dazu schreiben. Dadurch wird Werbung interaktiv und weckt das Interesse der Empfänger.

Gleichzeitig spielt das Gerät, auf dem Native Advertising-Botschaften angezeigt werden, keine Rolle. Während traditionelle Banner auf dem relativ kleinen Display eines Tablet-PCs oder sogar eines Smartphones kaum Aufmerksamkeit erregen, sind "Sponsored Posts" in sozialen Netzwerken genauso groß wie die Updates der eigenen Freunde – Werbung gilt also nicht mehr als störender Faktor beim Surfen.

Quellen: http://www.nativeadvertising.de/
http://www.facebook.com/nativeadvertising
http://mashable.com/2012/12/13/infographic-native-advertising/