Vorgefertigte Effekte in Flash MX


Die Zeitleisteneffekte von Flash MX
Lesen Sie weiter, wenn Sie tolle Animationen mit sehr geringem Aufwand erstellen wollen. Wie dies möglich ist? Flash MX bietet eine kleine aber nette Anzahl von vorgefertigten Zeitleisteneffekten. Also überlassen Sie doch einmal Flash die Arbeit.
Die vorgefertigten Zeitleisteneffekte von Flash MX ermöglichen selbst ungeübten Anwendern von Flash das Erstellen von beeindruckenden Effekten. Aber auch wenn Sie in der Lage wären, den Effekt selbst nachzustellen, so können Sie eine Menge Zeit sparen, indem Sie Flash die Arbeit verrichten lassen. Die verschiedenen Zeitleisteneffekte erreichen Sie über das Menü „Einfügen“ direkt unter „Zeitleisten-Effekte“.

Bevor wir jedoch mit den Effekten anfangen können, benötigen wir ein Objekt, auf das wir den Effekt auch anwenden können. Zeichnen Sie zu diesem Zweck auf der Bühne einen einfachen statischen Text. Statt über das Menü, wollen wir nun über das Kontextmenü der rechten Maustaste zu den Effekten gelangen. Klicken Sie hierfür mit der rechten Maustaste auf den Text und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag „Zeitleisten-Effekte“ aus. Im Untermenü „Assistenten“ bietet Ihnen Flash MX eine Hilfestellung zur Duplizierung des markierten Objektes. Dabei unterscheidet Flash zwischen der Erstellung eines Rasters und einer verteilten Duplizierung nach einem vorgegebenen Schema. Im ersten Verfahren wird das Original entsprechend der angegebenen Spaltenanzahl dupliziert und anschließend die Spalten mit der Anzahl der Zeilen multipliziert. Über zwei weitere Felder bestimmen Sie den vertikalen und horizontalen Abstand zwischen den einzelnen Duplikaten. Im zweiten Verfahren wird das Objekt so oft dupliziert, wie dies in den Einstellungen festgelegt wurde. Dabei wird jedes Duplikat um einen definierten Abstand verschoben und wahlweise mit einem neuen Farbwert belegt. Zudem besteht die Möglichkeit, jedes Duplikat um einen angegebenen Faktor zu skalieren.

Im Untermenü „Transformieren/Übergang“ befinden sich simple Bewegungsanimationen. So realisieren Sie im Dialogfenster „Transformieren“ lediglich Effekte, die sich mit einem einfachen Bewegungs-Tween nachstellen lassen. Neben einer Verschiebung, Skalierung und Drehung können Sie hier ebenfalls den Farb- oder Alphawertes des Objektes in einem Animationsverlauf verändern. Unter „Übergang“ können wir ein Objekt ein- und ausblenden. Dabei bestimmen Sie, in welche Richtung das Objekt ein- bzw. ausgeblendet wird. Zudem können Sie die Animation zu Beginn oder zum Ende hin abbremsen. Sie erreichen die vorgegebene Animation ebenso manuell durch die Anwendung einer Maskenebene im Zusammenspiel mit einem Bewegungs-Tween.

Wir interessieren uns vornehmlich für die Effekte des Untermenüs „Effekte“. Hier warten beeindruckende Animationen auf Sie. Wählen Sie hier den Eintrag „Erweitern“ aus.


Zeitleisteneffekt: Erweitern

Über das Dialogfenster können wir das gewünschte Objekt stauchen und strecken oder gar beides. Der Effekt ist besonders eindrucksvoll, wenn er auf einen Text angewendet wird. Unter „Effektdauer“ bestimmen Sie die Anzahl an Bildern, die der fertige Effekt in der Zeitleiste einnehmen wird. Die Bewegungsrichtung definiert, in welche Richtung Sie strecken oder stauchen. Unter „Fragment-Offset“ bestimmen Sie die Intensität der Streckung und Stauchung. Stellen Sie unter „Fragmentgröße ändern um“ zusätzlich einen Wert in Pixel ein, wenn sich im Verlauf der Animation die Größe der Fragmente verändern soll. Wenn Sie unter „Gruppenmitte verschieben um“ einen Wert eintragen, erhalten Sie zu der bestehenden Animation im Animationsverlauf eine weitere Verschiebung der Fragmente. Testen Sie die einzelnen Einstellungen, um sich einen Eindruck über die jeweiligen Auswirkungen machen zu können. Damit Sie eine Vorschau mit den aktuellen Einstellungen erhalten, müssen Sie die rechte obere Schaltfläche „Vorschau aktualisieren“ betätigen. Über die Schaltfläche „OK“ verlassen Sie das Dialogfenster, während der Effekt auf Ihr Objekt angewendet wird.

Unter „Explodieren“ gelangen wir zu einem weiten Dialogfenster. Wie der Name schon vermuten lässt, erstellen wir hiermit eine Animation, in der etwas scheinbar explodiert.


Zeitleisteneffekt: Explodieren

Dabei legen Sie durch eine Bogengröße in Pixel und einen Drehwinkel in Grad die Intensität des Effektes fest. Wiederum können Sie die Größe der einzelnen Fragmente im Verlauf der Animation verändern. Zudem besitzen Sie die Möglichkeit, die Fragmente zum Ende der Animation über den Alphawert auszublenden. Die Einstellung der Effektdauer und der Explosionsrichtung ähneln den gleichnamigen Einstellungen im Effekt „Erweitern“.

Unter „Schlagschatten“ erstellen wir keinen animierten Effekt. Wie der Name andeutet, erhalten wir über das Dialogfenster lediglich eine Hilfestellung zur Erstellung eines Schlagschattens. Dabei bestimmen Sie den Farb- und Alphawert des Schattens, sowie dessen Abstand zum eigentlichen Objekt.


Zeitleisteneffekt: Schlagschatten

Der letzte Effekt, „Weichzeichnen“, hat es wiederum in sich. Die Einstellungen der Bewegungsrichtung und der Effektdauer kennen Sie bereits. Über die Optionen „Horizontales Weichzeichnen zulassen“ und „Vertikales Weichzeichnen zulassen“ bestimmen Sie zudem, in welche Richtungen der Effekt sich auswirkt. Unter „Auflösung“ definieren Sie die Anzahl der eingefügten Objektduplikate. Der Wert unter „Skalierung“ legt die Ausdehnung der Duplikate im Animationsverlauf fest.


Zeitleisteneffekt: Weichzeichnen

Natürlich können Sie einen Effekt nachträglich bearbeiten oder den Effekt wieder entfernen, ohne das Objekt löschen zu müssen. Markieren Sie hierfür das Objekt und betätigen Sie die rechte Maustaste. Im bekannten Kontextmenü „Zeitleisten-Effekte“ finden Sie die Einträge „Effekt bearbeiten“ und „Effekt löschen“.

Beispieldatei: Weichzeichnen [Vorgefertigte_Effekte_in_Flash_MX.zip]