Zeichnen in Photoshop 2


Der erste Teil, der Formenwerkzeuge näher erklärt
Im ersten Artikel wurden sie bereits vorgestellt und grundliegende Techniken im Umgang mit allen Zeichenwerkzeugen erläutert. Doch nun möchte ich noch einmal im Detail auf die einzelnen Shape Tools eingehen.
Rectangle:

Wählt man das erste Tool und klickt dann auf den Pfeil, der sich rechts neben den Zeichenwerkzeugen befindet, erscheint ein Menü, in dem sehr nützliche Optionen zu finden sind:


Viele Einstellungen erleichtern das Zeichnen von Formen


„Unconstrained“ ist standardmäßig ausgewählt. Das bedeutet, dass Sie die Formen ganz frei ziehen können, ohne Einschränkungen. Aktiviert man „Square“; wird man immer nur ein Quadrat aufziehen können – die Form passt sich beim Ziehen automatisch an. „Fixed Size“ bewirkt, dass man nur ein Rechteck definierter Größe aufziehen und verschieben kann. Die Angaben in den Textfeldern werden dazu in cm gemacht. Möchte man ein Rechteck mit bestimmten Seitenlängenverhältnissen zeichnen, kann man „Proportional“ wählen und in den Feldern Werte (ohne Maßeinheit – es handelt sich um Verhältnisse) eingeben. „From Center“ nimmt den Ausgangspunkt – wo man also angefangen hat, mit der Mouse zu klicken und zu ziehen – als Mittelpunkt der entstehenden Form. Schließlich gibt es noch die Option „Snap to Pixels“, die die Kanten des Rechtecks an Pixelbegrenzungen ausrichtet.


Rounded Rectangle:

Hier finden werden Sie genau die selben Einstellungen wie beim Rectangle Tool finden. Doch einen Unterschied gibt es:


Stellen Sie in der Options Leiste den Radius der abgerundeten Ecken ein


Man muss natürlich einen Radius für die abgerundeten Ecken eingeben, um festzulegen, ob die Ecken sehr flach abgerundet sein sollen oder relativ ausgeprägt ausfallen sollen.


Ellipse Tool:

Viele Unterschiede zum Rectangle Tool gibt es bei den Optionen der Ellipse nicht. Es fällt die Möglichkeit weg, Kanten an Pixelbegrenzungen auszurichten – eine Ellipse hat nun mal keine Kanten. Außerdem wird hier natürlich keine Möglichkeit für das Zeichnen eines Quadrates angeboten, sondern für einen Kreis. Alle anderen Optionen, wie festgelegte Größe oder Verhältnisse, stehen auch hier wieder zur Verfügung.


Polygon:

Natürlich muss man zuerst einmal die Anzahl der für ein Polygon erwünschten Seiten angeben. Dies können Sie in dem Textfeld bei „Sides“ tun.


Die Optionen für Polygone


Zusätzlich kann man auch hier von vorne herein eine bestimmte Größe für die Form festlegen. Hier geht das über den Radius. Sie müssen nur einen Wert in cm angeben. „Smooth Corners“ beschert Ihnen ein fast rundes Polygon mit eben sehr abgerundeten Ecken. Wählen Sie „Star“, können Sie Sterne (Polygone mit eingezogenen Ecken) zeichnen. Nun bezieht sich aber die Angabe „Sides“ auf die Anzahl der Sternspitzen – nicht die Seiten. „Indent Sides By“ ermöglicht es Ihnen, den Prozentsatz einzugeben, den die Zacken der Sterne vom Radius einnehmen sollen. Geben Sie also 50 % an, nehmen die Zacken die Hälfte des Gesamtradius des Sterns ein.


Ich habe mal 2 verschiedene Sterne gezeichnet und die jeweils verwendeten Prozentzahlen angegeben

Mit „Smooth Indents“ werden die eingezogenen Ecken des Polygons, also des Sterns, abgerundet. Aktiviert man dann noch zusätzlich „Smooth Corners“, bekommt man ein etwa keksförmiges Polygon, wie man in meinem nächsten Beispielbild erkennen kann. Alle Sterne haben 6 Spitzen, damit man sie besser vergleichen kann.


Ich habe auch bei diesen Beispielen wieder gekennzeichnet, mit welchen Optionen die Polygone bearbeitet wurden