Grundlagen in Flash MX: Flash-Dokumente veröffentlichen Teil 2


Flash-Dokumente im Web richtig präsentieren
Kratzen Sie nicht nur an der Oberfläche, sondern folgen Sie uns in den Kaninchenbau. Erfahren Sie, was sich hinter den einzelnen Einstellungen verbirgt und lernen Sie zugleich den entsprechenden HTML-Quellcode kennen. Verschaffen Sie sich einen klaren Überblick über die HTML-Tags und .
Im ersten Teil des Artikels sind wir bereits auf die verschiedenen Dateiformate zur Veröffentlichung von Flash-Dokumenten eingegangen. Neben den Standardformaten haben Sie aber ebenso die Möglichkeit kennen gelernt, eine Flash-Datei in einem so genannten Windows-Projektor oder einer GIF-Animation zu veröffentlichen. Schließlich haben Sie viel über die Möglichkeiten und Einstellungen zur Einbindung von Flash-Dateien in HTML-Dokumente erfahren. Durch die Fülle an Optionen sind wir hier jedoch bisher nicht auf alle Einstellungen eingegangen. Dies wollen wir nun nachholen. Begeben Sie sich also erneut zum Register „HTML“ im Dialogfeld für die Veröffentlichungseinstellungen.

Einstellungen für HTML-Veröffentlichungen:


Über die Option „Qualität“ legen Sie das Verhältnis zwischen Verarbeitungsdauer und Anzeigequalität fest. Unter der Auswahl „Niedrig“ erfolgt kein Anti-Aliasing. Die Wiedergabegeschwindigkeit hat stets Vorrang vor der Ausgabequalität.
Entscheiden Sie sich für die Option „Automatisch niedrig“ um wiederum der Wiedergabegeschwindigkeit den Vorrang zu gewähren. Sollte der Prozessor über genügend Rechenleistung verfügen, so wird die Anzeigequalität erhöht und möglicherweise Anti-Aliasing aktiviert. Bei der Auswahl „Automatisch hoch“ besitzen Anzeigequalität und Wiedergabegeschwindigkeit anfänglich die gleiche Priorität. Der Film wird zunächst mit Anti-Aliasing wiedergegeben. Sollte die Wiedergabegeschwindigkeit jedoch sinken, so wird Anti-Aliasing deaktiviert. Unter der Option „Mittel“ erreichen Sie ein gewisses Maß an Anti-Aliasing. Die Qualität ist besser als unter der Auswahl „Niedrig“, aber schlechter als bei Auswahl der Option „Hoch“. Unter der Standardvorgabe „Hoch“ erfolgt immer Anti-Aliasing. Bitmaps werden jedoch nur geglättet, wenn die Flash-Datei keine Animationen beinhaltet. Wählen Sie die Option „Optimal“ um die höchste Anzeigequalität zu erhalten. Die Wiedergabegeschwindigkeit wird nicht berücksichtigt.
Wählen Sie im „Fenstermodus“ den Eintrag „Fenster“, so ist der Hintergrund des Flash-Dokuments undurchsichtig. Es wird die definierte HTML-Hintergrundfarbe verwendet. Es können keine HTML-Elemente unter oder über der Flash-Datei wiedergegeben werden. Entscheiden Sie sich für die Option „Undurchsichtig ohne Fenster“, so ist das Flash-Dokument weiterhin undurchsichtig. Es können jedoch HTML-Elemente über und unter der Flash-Datei dargestellt werden.
Wünschen Sie zusätzlich einen transparenten Hintergrund, so wählen Sie den Eintrag „Durchsichtig ohne Fenster“. Beachten Sie, dass fensterlose Modi nur von neueren Browserversionen unterstützt werden. Zudem kann es unter Anwendung der letzten Option bei komplexen Inhalten zu einer Verlangsamung der Animation kommen.
Die  HTML-Ausrichtung bestimmt, wie die Flash-Datei im Browserfenster ausgerichtet wird. Bei Auswahl der Option „Standard“ wird der Inhalt im Browserfenster zentriert. Die Optionen „Links“, „Rechts“, „Oben“ und „Unten“ richten die Flash-Datei an der entsprechenden Kante des Browsers aus.
Unter „Skalieren“ definieren Sie das Verhalten von Flash, wenn die Datei nicht in der Originalgröße angezeigt wird. Wählen Sie den Eintrag „Standard“, so wird das Flash-Dokument verzerrungsfrei angegeben. Dabei wird das ursprüngliche Seitenverhältnis des Flash-Dokuments beibehalten. Stimmen die Proportionen zwischen Breite und Höhe nicht mit denen des Anzeigefensters überein, so kann es zu Rändern kommen. Unter der Option „kein Rand“ verhindern Sie genau jene Ränder. Das Seitenverhältnis bleibt dennoch auch hier erhalten. Sie gehen jedoch das Risiko ein, dass erhebliche Teile des Flash-Dokuments außerhalb des Anzeigebereiches liegen. Bei Auswahl der Option „Passgenau“ wird die Flash-Datei unter Umständen verzerrt. Die randfreie Darstellung wird durch ein Aufgeben des ursprünglichen Seitenverhältnisses erkauft. Bei Auswahl des Eintrages „Keine Skalierung“ wird das Dokument nicht skaliert, wenn sich die Größe des Fensters ändert.
Legen Sie unter „Flash-Ausrichtung“ fest, wie der Flash-Inhalt im Anwendungsfenster positioniert werden soll. Durch diese Option wird der Wert des Parameters „salign“ in den <object> und <embed>-Tags festgelegt.

Betätigen Sie erneut die Schaltfläche „Veröffentlichen“ um die Veröffentlichung des Flash-Dokumentes vorzunehmen. Lassen Sie uns im Folgenden den erzeugten HTML-Quellcode zum Verständnis genauer betrachten. Öffnen Sie hierfür das erzeugte HTML-Dokument mit einem Editor. Sie sollten nun auf ähnliche Zeilen wie im folgenden Quellcode-Beispiel stoßen:


001:
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006:
007:
 <object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=7,0,0,0" width="550" height="200" align="middle">
   <param name="movie" value="dateiname.swf" />
   <param name="quality" value="high" />
   <param name="bgcolor" value="#ffffff" />
   …
   <embed src="dateiname.swf" quality="high" bgcolor="#ffffff" width="550" height="200" name="dateiname" align="middle" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" />
 </object>


Als direkte Attribute im <object>-Tag selbst steht die so genannte „classid“, die Registriernummer der ActiveX-Controls, die beim jeweiligen Anbieter der ActiveX-Komponente oder bei Microsoft nachgeschlagen werden muss. Die Class ID (class identifier – dt. Klassenbezeichner) besteht aus einer festen Zeichenfolge „clsid:“ und einer Bezeichner-ID. Für Flash ist die ID entsprechend „d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000“.  Das Attribut „codebase“ enthält eine URL, unter der die benötigte ActiveX-Komponente zur Betrachtung des Flash-Dokumentes bezogen werden kann. Beachten Sie hier die Angabe der Versionsnummer. Unter den Attributen „width“ und „height“ finden Sie die unter der Einstellungs-Option „Größe“ getätigten Angaben wieder. Das Attribut „align“ entspricht der Angabe der HTML-Ausrichtung. Alle weiteren Daten werden mit dem <param>-Tag in der Struktur <param name=““ value=““> übergeben. Der wichtigste Parameter Namens „movie“ enthält den Pfad zur SWF-Datei. Der Parameter „quality“ entspricht der Option „Qualität“ in den HTML-Einstellungen. Der Parameter kann die Werte „low“ (entspricht der Auswahl „Niedrig“), „autolow“ („Automatisch niedrig“, „medium“ („Mittel“), „high“ („Hoch“), „autohigh“ („Automatisch hoch“) und „best“ („Maximal“) annehmen. Unter „bgcolor“ wird die Hintergrundfarbe der Flash-Datei definiert.
Beim <embed>-Tag handelt es sich um die klassische Netscape-Plugin-Syntax. Der Internet Explorer ist ebenso in der Lage diesen Tag korrekt zu interpretieren, so dass die Implementierung des soeben vorgestellten <object>-Tags zunächst überflüssig erscheint. Ohne den <object>-Tag müssten Sie im Internet Explorer jedoch auf einige Vorteile verzichten. In der Praxis ist es daher üblich, beide Tags zu verschachteln. Der Internet Explorer führt in diesem Falle den <object>-Tag aus und ignoriert das eingebettete <embed>-Tag. Der Netscape-Browser übergeht hingegen das <object>-Tag und hält sich stattdessen an den <embed>-Tag. Der <embed>-Tag enthält dementsprechend erneut alle wichtigen Angaben als Attribute. Unter „type“ ist zusätzlich stets der MIME-Typ der einzubettenden Komponente anzugeben. Bei Flash-Dateien ist der korrekte Typ stets „application/x-shockwave-flash”. Das Attribut „pluginspage“ ermöglicht die Angabe einer URL zum Herunterladen des benötigten Plugins.

 

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